Senior und Welpe
Wolfsbeobachtung
Die Hundeschule Chaco erlebte eine sehr interessante und lehrreiche Wolfsführung im Dälhölzli 

IN DER NATUR ERFOLGREICH, IN DER GESCHICHTE VERDAMMT: VOM JAEGER ZUM GEJAGTEN.

Freiheitsliebend und Hochintelligent, anpassungsfähig und doch unabhängig – so ist der Wolf, eines der faszinierendsten wild lebenden Tiere unseres Planeten.

Voller Freude kann ich Euch die neuen Autoaufkleber der Hundeschule präsentieren. Sie wurden mit viel Herzblut von dem Team der Firma werbemacher.ch extra für uns gestaltet und produziert. Wer einen so exklusiven Aufkleber möchte kann ihn bei mir für Fr. 2.- kaufen. Selbstverständlich könnt Ihr auch einen Aufkleber von Eurem Liebling machen lassen. Ihr dürft gerne mit dem Team der Firma werbemacher.ch Kontakt aufnehmen. In der Rubrik Links könnt Ihr über einen Mausklick direkt zu werbemacher.ch kommen

Jagdverhalten
Verhaltensmuster des Jagens 

Jagdverhalten dient dem Nahrungserwerb. Zum Jagdverhalten gehören alle Verhaltensmuster, die dem Aufspüren und Erlegen der Beute dienen. Hunde können diese Verhaltensmuster unterschiedlich kombinieren und müssen sie in einer Jagdsequenz auch nicht vollständig zeigen. Unsere Hunde müssen sich ihr Futter nicht erjagen. Die selektive Zucht hat bei vielen Rassen dazu geführt, dass sich das Jagdverhalten verändert hat und die Hunde dadurch bestimmte Verhaltensmuster erfolgreich in den Dienst des Menschen stellen. Zu den Verhaltensmustern des Jagdverhaltens gehören unter anderem:

Optische und / oder geruchliche Orientierung

Erstarren

Lauern und ruhiges Verfolgen

Mäuselsprung oder Hetzen

Packen

Töten

Schütteln, in die Luft schmeissen oder Niederringen

Zerreissen

Fressen oder Vergraben

Bewegung der Rute

Ein Hund wedelt nicht nur aus Freude mit der Rute. Er zeigt damit zuerst einmal Erregung an. Diese kann freudiger Natur sein, aber genauso auch eine drohende Geste. Ein Hund kann nicht nur seine Rutenhaltung ändern, er kann sie auch zielgerichtet bewegen. Bei der Beobachtung eines Hundes muss also auch immer die rassetypische Normalstellung der Hunderute mit einbezogen werden.

Schnelles Wedeln

Das Wedeln ist ein Zeichen von Erregung oder auch Anspannung. Je schneller der Hund wedelt, desto höher ist der Erregungszustand.

Leichtes Wedeln mit der Rutenspitze

Dieses Wedeln wird oft nur mit der Rutenspitze ausgeführt, und die Rute ist dabei abgesenkt. Der Hund drückt damit dem Ranghöheren gegenüber seine freundliche und beschwichtigende Stimmung aus.

Vibrierendes Wedeln mit der Rutenspitze

Die Rute befindet sich dabei hochgetragen, die Rutenspitze vibriert stark. Der Hund kann dies z.B zeigen, wenn er einen Konkurrenten trifft. Er schätzt die Stärke und Intention des andern ab.

 

 

Schwingendes Wedeln

Bei diesem Wedeln schwingt die Rute leicht hin und her in der Verlängerung des Rückens. Der Kopf ist leicht abgesenkt und der Hund Fixiert sein Gegenüber. Er droht hierbei seinem Gegenüberstehenden, einen Angriff zu starten, wenn dieser jetzt auf ihn zukommt.

Wedeln nur zu einer Seite

Der Hund kann auch gezielt nur zu einer Seite stark wedeln. Hier spielt die Violsche Drüse eine grosse Rolle. Der Duft des Hundes wird nun vermehrt zu einer Seite verteilt.

Langsames Wedeln, die Rute ist leicht gesenkt

Solange die Rute leicht gesenkt ist, zeigt der Hund Unsicherheit über die Situation, oder Unsicherheit über sein eigenes Handeln.

 

 

 

Hüftgelenksdysplasie

( dys = schlecht, plasia = Formgebung, Dysplasie = Fehlerstellung ) 

Die Hüftgelenksdysplasie, kurz HD, ist eines der bekanntesten Krankheitsbilder beim Hund. Sie ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenkes, die in verschiedenen Graden auftreten kann. Die Hüftgelenkpfanne und der Oberschenkelkopf passen in dieser Form nicht zueinander. Weichen Pfanne und Kopf in ihrer Uebereinstimmung voneinander ab, werden sie als inkongruent ( nicht passend ) bezeichnet. Die Veranlagung zur HD besitzt ein Hund bereits bei seiner Geburt. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Diagnose jedoch noch nicht möglich. Die Symptome der Dysplasie zeigen sich erst im Laufe der Skelettentwicklung- der Wachstumsphase. Deshalb empfehlen Fachleute eine Röntgenuntersuchung ab dem 9. Lebensmonat.

Hüftsgelenkdysplasie
Der Norberg – Winkel

Bei der Norberg-Winkel-Messung wird mithilfe einer speziellen Schablone direkt am Röntgenbild die Winkelung des Hüftgelenkes gemessen. Bei dieser Messung gibt es zwei Hauptkriterien:

  1. Die Aussenkontur der Femurkopfes ( Oberschenkelhalskopf) soll möglich parallel zur Kontur des Acetabulum (Gelenkpfanne im Becken) verlaufen. Beide Gelenkpartner müssen, optimal, bei einem geschlossenen Gelenk, zueinander passen.
  2. Mit dem Norberg-Winkel wird die Tiefe einer Beckenpfanne gemessen. Die Tiefe ist so objektiv vergleichbar. Der Winkel sollte möglichst 105 Grad oder mehr betragen. Bei der Beurteilung werden natürlich das Alter des Tieres und Veränderungen am Gelenk berücksichtigt.

Gradeinteilung:

HD- frei: Oberschenkel und Pfanne sind gleichförmig, die Gelenkpfanne ist ausreichend tief.

HD- Verdacht: Oberschenkelkopf und Pfanne sind geringfügig ungleichmässig und der Winkel beträgt weniger als 105 Grad.

Leichte-HD: Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmässig. Der Norberg-Winkel beträgt weniger als 100 Grad. Es können leichte Anzeichen von Arthrose bestehen.

Mittlere-HD: Oberschenkelkopf und Pfanne sind deutlich unregelmässig. Der Winkel beträgt weniger als 90Grad. Dabei ist der Pfannenrand abgeflacht und arthrotische Veränderungen sind erkennbar.

Schwere-HD: Die Veränderungen an den Hüftgelenken sind auffällig und der Winkel liegt deutlich unter 90 Grad. Der Oberschenkelkopf ist verformt und arthrotische Veränderungen sind eindeutig sichtbar.

 

 

 

Ruhe und Gelassenheit auf dem Hundespaziergang

Uebung: Versammeln

Bei dieser Uebung lernt der Hund, dass er, sobald Sie länger stehen bleiben, von sich aus zu Ihnen läuft und so lange bei Ihnen bleibt bis Sie weiter gehen. Dies aber ohne Kommando, Pfeifen, Sitz, Platz oder Leine. Das Versammeln soll ein angewöhntes Verhalten werden, er soll wissen, dass wenn sein Mensch stehen bleibt, dann gehe ich zu ihm zurück und bleibe bei ihm.  Wen Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind, bleiben Sie stehen. Schauen Sie auf die Uhr und warten Sie 2 Minuten. Die meisten Hunde kommen schon nach 1 Minute zurück und schauen, wo Sie denn bleiben, weil Ihr Herumstehen sehr ungewöhnlich ist. Falls er nicht kommt, rufen Sie ihn und lassen ein Gudi fallen. Sobald er aufschaut lassen Sie wieder ein Gudi fallen und so weiter. Bei sehr nervösen Hunden bleiben wir am Anfang nicht zu lange stehen. Diese Uebung können Sie auf längeren Spaziergängen 2 – 3 x wiederholen.

Versammeln
Das richtige Ableinen

Den Hund von der Leine lassen heisst nicht > Achtung, fertig – los !<  Man glaubt es kaum, dass sogar ein simples Ableinen ein menschliches Problemverhalten ausdrücken kann. Sehr häufig sieht man: Der Hund ist aufgeregt und weiss, dass jetzt  Spass und Hurra kommt. Der Hundeführer lässt seien Hund mühsam “ Sitz “ machen, damit es überhaupt möglich ist die Leine vom Halsband zu lösen. Dann ertönt das Startsignal “ frei “ und schon rennt der Hund geradewegs mit hohem Energielevel davon. Dies ist eine schlechte Voraussetzung für einen ruhigen, entspannten Freilauf.

Unser Ziel wäre, dass der Hund ruhig, ohne überflüssige oder aufregende Kommandos abzuleinen, so dass er trotzdem gedanklich bei uns bleibt. Wann du deinen Hund ableinst, entscheidest du alleine für dich. Halte mit deinem  angeleinten Hund an, und mach eine Pause, bis dein Hund einen  entspannten und ruhigen Eindruck macht und die Leine locker ist. Löse kommentarlos den Karabinerhaken und bleibe dabei weiterhin stehen. Sollte der Hund loslaufen, sobald du ihn abgeleint hast oder bevor du losgehst, baue Zwischenschritte ein. ( Gleiche Uebung wie beim Versammeln )

Ziel dieser Uebung ist es, dass dein Hund sich erst dann in Bewegung setzt, wenn du selbst gemütlich losläufst.

ruhiges Ableinen
Wenn im Notfall jede Sekunde zählt.

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und der Schweizerische Feuerwehrverband haben den Notfallsticker und die Notfallkarte erarbeitet. Der Notfallsticker und die Notfallkarte können das Leben Ihrer geliebten Haustiere retten. Die darauf aufgeführten Informationen machen Rettungskräfte darauf aufmerksam, dass die von einem Unfall betroffene Person Haustiere besitzt. Bitte schaut Euch das Video auf www.save-my-pet.ch an und Ihr könnt dort auch für Fr. 8.50 den Notfallsticker und die Notfallkarte kaufen.

Futterstation

Nebst einer gesunden Ernährung ist auch die Position in welcher unser Hund sein Futter frisst wichtig. Grosse Hunde sollten ihr Futter nicht aus einem zu niedrigen Napf fressen. Dadurch drücken sie die Ellbogen auseinander. Diese Zwangshaltung ist für den Hund im besten Fall unangenehm und kann, vor allem wen der Hund zwar schon fast ausgewachsen aber noch jung ist, sogar zu gesundheitlichen Problemen mit Gelenk oder Knochen führen. Doch auch wenn es nicht zu orthopädischen Problemen kommt, so ist die Haltung so unangenehm , dass der Hund möglichst schnell frisst und die Nahrung nur unzureichend einspeichelt und kaut, um sich schnell wieder aufrichten zu können. Genauso wichtig ist es aber auch, dass der Napf nicht zu hoch aufgestellt wird, da auch dies Probleme geben kann. Wird der Hund über Jahre zu hoch gefüttert kann es zu Nacken – oder Wirbelsäulenproblemen kommen. Auch wird zu viel Luft mitgeschluckt , welches zu massiven Blähungen, Erbrechen oder Magenproblemen führen kan. Ich habe für Darco eine super Futterstation gefunden. Bei der Futterstation von Magic Dog ist die Höchsthöhe so eingestellt, dass der grosse Hund die optimale Fressposition hat. Die Vorderbeine bleiben gestreckt und somit kein verdrehen der Ellbogen. Der Kopf muss ein wenig gesenkt werden und somit ist der Nacken entspannt und es wird nicht Luft mitgeschluckt. Die Futterstation von Magic Dog überzeugt auch von der Optik wie  vom Material . Futterschüsseln aus Metall oder Kunststoff können längerfristig Schadstoffe absondern. Bei Magic Dog sind die Futter- und Wasserschalen aus hochwertiger, handgefertigter Keramik. Die Futterstation ist aus robustem, massivem Holz gefertigt. Somit wird sie beim Fressen nicht herumgeschoben. Gefunden habe ich diese geniale Futterstation bei www.magic-dog.ch. Gerne könnt Ihr bei mir Prospekte verlangen.

Xylit- bzw. Birkenzuckervergiftung

Da dieser Zuckeraustauschstoff bei einer gesunden Ernährung immer öfter verwendet wird, aber als tödliche Gefahr bei Hundehaltern weitgehend unbekannt ist, habe ich dieses Thema für den Blog gewählt.

  • Xylit findet man z.B. in zuckerfreien Kaugummis.
  • Bereits eine kleine Dosis von 0,5g/Kg KG ist potenziell tödlich
  • Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund auch nur eine geringe Menge von Xylit geschluckt hat, muss sofort der TA aufgesucht werden!
  • Bitte diesen vorher telefonisch über die Vergiftung informieren!
  • Xylit wird sofort über die Schleimhäute resorbiert , spontanes oder vom TA eingeleitetes Erbrechen haben keine Wirkung.
  • Erste Symptome treten oft innert 10 Min. auf und äussern sich durch Erbrechen, Apathie, Koordinationsstörungen oder Krampfanfälle.
  • Xylit führt zu einer massiven Insulinausschüttung und unbehandelt zu Unterzuckerung und Tod. Als erste Hilfe muss Zuckerwasser, Traubenzucker oder Honig gegeben werden um den Weg zum TA zu überbrücken.
  • Im Verlauf kommt es zu einer Leberschädigung die oft in akutem Leberversagen endet. Dadurch wird die Blutgerinnung so gestört, dass Blut oder Gerinnungsfaktoren transfundiert werden müssen.
  • Erfolgen diese Massnahmen nicht oder verzögert, kommt es zu massiven inneren Blutungen, welche nicht mehr zu behandeln sind, der Hund verblutet.
Spaziergangsregeln
  • Begegnungen: Ist der eigene Hund abgeleint, wird er zurückgerufen und angeleint, wenn es zu einer Begegnung mit anderen Haltern kommt, dessen Hund an der Leine geführt wird. Es hat immer einen Grund, warum der andere Hund an der Leine ist. Rufe Deinen Hund immer zu Dir zurück, wen Du Menschen ohne Hund begegnest. Nicht alle Menschen haben Freude an unserem Hund und einige haben auch Angst und werden es Dir danken dass Dein Hund bei Dir bleibt.
  • Präsenz: Nicht nur körperliche, sondern auch geistige Präsenz ist wichtig wen Du mit Deinem Hund unterwegs bist. SMS -Schreiben, Telefonieren gehört nicht auf den Hundespaziergang ausser Du hast Deinen Hund an der Leine und er wird nicht sich selbst überlassen.
  • Hundekot: Ich denke es ist uns allen klar, dass die Hinterlassenschaft von unseren Fellnasen nicht liegengelassen wird.
  • Gelber Hund: Begegnest Du auf dem Spaziergang einem anderen Hund, an dessen Leine eine gelbe Schleife befestigt ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass dieser Hund etwas mehr Distanz braucht und auf direkte Hund-Hund-Konfrontation gerne verzichtet.
Verletzungsrisiken vorbeugen

Die 10 goldenen Regeln.

 

  • Gesundheits- Check  :  Gründliche orthopädische Untersuchung sowie Ueberprüfung des Herz-Kreislaufsystems durch den Tierarzt
  • Gewissenhafte Wahl der Hundesportart: Nicht jede Sportart eignet sich für jede Rasse, jedes Alters und jeden Gesundheitszustand.
  • Kein Leistungssport für Welpen und Junghunde: Bänder und Sehnen sind noch zu weich und die Muskulatur noch nicht stabil genug. Uebungen, welche Schnelligkeit, Sprungkraft oder Ausdauer erfordern sind tabu. Andernfalls drohen Knochenhautentzündungen und Wachstumsschäden. Ein sportliches Training darf erst erfolgen, wenn der Bewegungsapparat gefestigt ist. Je grösser die Rasse, desto später ist dies der Fall. Bedenkenlos können junge Hunde dagegen spielerische  Bekanntschaft mit wackeligen Untergründen oder am Boden liegenden Hindernissen machen.
  • Schongang im Alter: Aeltere Hunde wollen und sollen fit gehalten werden! Da ihre Leistungsfähigkeit oft durch Herz-und Kreislaufsituation begrenzt wird, ist ein gemässigtes Sportprogramm mit häufigen Pausen angeraten. Im Alter steigt die Neigung zu Verschleiss, Knochenzubildung und Arthrose, wodurch die Beweglichkeit abnimmt. Treten bei Uebungen Beschwerden auf, ist es Zeit für unseren Sportler in Rente zu gehen oder zumindest kürzer tu treten.
  • Gründliche Aufwärmphase: Wie bei uns Menschen, sollte das Training um Verletzungen zu vermeiden, mit Aufwärmübungen begonnen werden. Hochleistungen aus dem Kalten bedeutet vorprogrammierte Muskel- oder Gelenkprobleme. Genau so sollte der Hund nach der Arbeit wieder langsam „abgekühlt“ werden.
  • Ueberanstrengung vermeiden: Das Training sollte immer langsam begonnen und schrittweise gesteigert werden. Die grösste Gefahr für Sportverletzungen besteht in der Muskelermüdung, die zur Ueberlastung von Gelenken, Bänder und Sehnen führt.
  • Loben: Neben dem Spass an der Bewegung und den gestellten Aufgaben zählt für den Hund vor allem eines – Anerkennung! Und das durch unsere lobende Stimme oder Spielzeug oder Leckerli. Diese Dinge sind wichtiger als ein Pokal denn diesen kann er weder fressen noch mit ihm spielen! Bitte belasten Sie Ihren Hund nicht mit Ihrem Ehrgeiz.
  • Hunde sind Lauftiere – keine Sprungtiere : Bei fast jeder Hundesportart sind Sprünge ein fester Bestandteil der Uebungen. Da der Körperbau des Hundes von Natur aus nicht dafür konzipiert ist, führen ein übermässiges Sprungtraining und überhöhte Sprünge zum frühzeitigen Verschleiss des Bewegungsapparates.
Hunde sind kluge Wesen

Dass Hunde über Intelligenz und kognitive Fähigkeiten verfügen, ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. Jede Rasse hat sozusagen ihre eigene „Spezialität“. Werden die rassespezifischen Spezialitäten beachtet, bekommt der Begriff Intelligenz seine eigene Bedeutung. Bei Intelligenz geht es darum, adäquat und sinnvoll mit einer Aufgabe umzugehen. Wir können einiges dazu beitragen, die Intelligenz unseres Hundes zusätzlich zu fördern, sprich, ihm neue Wege und Alternativen aufzuzeigen. Beim lernen geht es darum, eine positive, offene und neugierige Haltung zu provozieren und die Initiative des Hundes zu bestärken. Hunde lernen durch Erfahrungen , positive und negative, sowie durch ihre Neugier. Sie versuchen, negative Erfahrungen zu vermeiden und positive zu wiederholen. Möchten wir dem Hund etwas Neues beibringen, müssen wir ihm „hündisch“ verständlich die Einzelschritte zeigen und ihn motivieren. Hunde lieben und brauchen Anerkennung und positive Stimuli. Ständiges Korrigieren, Bestrafen und Tadel erzeugen Hemmung und Frustration. Aber keine Lust, die Intelligenz weiterzuentwickeln.

Geruchsbelästigung

In der Wohnung diverse Duftkerzen und in Duftöl getränkte Bambusstäbchen ist für Hunde und Katzen ein absolutes No-Go. Düfte, die wir Menschen als angenehm empfinden, können für Tiere gesundheitsschädlich sein. So kann der Körper einer Katze noch nicht einmal natürliches ätherisches Oel verstoffwechseln, geschweige denn synthetische Duftstoffe. Für unsere Hunde, die um ein Vielfaches besser riechen können als wir Menschen, stellen Parfüms und Raumdüfte eine Belästigung dar. Benutze daher bitte keine unnötigen Düfte in der Wohnung, und wasche die Decken deiner Tiere ohne Weichspüler! Was wir als angenehm empfinden, ist für Hunde und Katzen mitunter eine Zumutung, die sie still leidend hinnehmen. Trage dein Parfüm erst auf, wenn du die Wohnung verlassen hast. Der für dich angenehme Duft ist für deinen Hund eine Geruchsbelästigung. Wenn du auf einmal nicht mehr nach dir, sondern nach deinem Lieblingsduft riechst, kann ihn das zudem völlig verwirren.

Menschen und Objekte ignorieren

Diese Uebung erfordert ein wenig Mut, weil wir zuerst das Gefühl haben, die Kontrolle jetzt völlig abzugeben. In Wirklichkeit aber übernimmt man erst durch klare Führung die Kontrolle, indem man das Verhalten des Hundes auf eine ganz neue Weise in eine andere Richtung, nämlich die von uns gewollte, lenkt.

Hunde haben eine andere Vorstellung vom „Wegerecht“ als wir. Menschen sind es gewohnt, sich aufeinander zuzubewegen, ohne dass wir zu dem, der uns entgegenkommt, Kontakt aufnehmen. Dem Hund stellt sich eine solche Situation anders dar: Wer direkt auf ihn zumarschiert oder fährt, der will ihn kennenlernen. Wen das herannahende Objekt sympathisch wirkt , wird es entsprechend begrüsst, wenn es ihm komisch vorkommt, wird er bellen und verlangen, dass es eine höhere Individualdistanz einhält. Vorbild werden: Wenn unser Hund sieht, dass wir direkt auf eine andere Person zugehen, dann vermitteln wir ihm damit, dass wir Interesse an dieser Person haben und die Sache auschecken. Entsprechend wird der Hund vorlaufen und seinerseits diese Person genauer betrachten und je nach Sympathie anspringen oder anbellen. Es wäre doch viel schöner, wen der Hund die entgegenkommende Person einfach ignorieren und entspannt seines Weges gehen würde. In dem Augenblick, in dem der Hund einen Reiz wahrnimmt, müssen wir bereits reagieren – und nicht erst dann, wenn besagter Reiz bereits in der Nähe ist. Das heisst: In dem Moment, in dem der Hund die betreffende Person wahrnimmt, wende ich meinen Blick ab – am besten auf den Boden -, drehe meine Schultern weg vom „Zielobjekt“ und gehe einen grossen Bogen, um nicht direkt auf das Ding/die Person zu zugehen .Damit zeige ich dem Hund, dass es auch die Möglichkeit gibt, dem Ganzen aus dem Weg zu gehen. Anfangs wird der Bogen recht gross ausfallen, wobei man ihn von Mal zu Mal verkleinern kann, je entspannter der Hund wird. Wichtig ist in dem Fall die Geschwindigkeit, mit der ich mich bewege. Wir fliehen ja nicht, sondern ignorieren. Die Geschwindigkeit, mit der ich mich bewege, ist etwa mit dem Tempo zu vergleichen, mit dem man Pilze sucht. Während ich  also  so langsam gehe, schaue ich weder zum Objekt noch zum Hund und sage kein Wort. Ich zähle möglichst Kieselsteine oder Ameisen, um meine Aufmerksamkeit wirklich von der Situation da vorne wegzuhalten. Nach ca einer Woche, in der Sie sich zuverlässig so verhalten haben, wird ihr Hund keine Anstalten mehr machen, sich um Fremde zu kümmern.

Giftige Zimmerpflanze

Nicht ungefährlich für Hunde und Katzen sind die zu den Wolfsmilchgewächsen zählenden Zimmerpflanzen wie der Christusdorn ( giftig , d.h. grössere Mengen müssen aufgenommen werden). der giftige Kroton mit seinen attraktiven, bunt gemusterten Blättern sowie der Weihnachtsstern ( stark giftig, d.h. Symptome schon nach Aufnahme kleiner Mengen ). Der Milchsaft bewirkt starken Speichelfluss, Verletzungen der Mundschleimhaut, Erbrechen und Durchfall und kann sogar Leber und Nieren schädigen.

Werden Sie ein souveräner Partner

Nur wenn wir selbstbewusst in uns ruhen und in Balance sind, können wir unserem Hund ein gutes Vorbild sein. Ein gutes Leitbild bietet, wer auch in angst – und stressbesetzten Lebenssituationen ruhig, sicher und entspannt bleibt. Dafür bedarf es keiner grossen Worte. Der Weg des Vertrauens führt über das verlässliche Zusammenspiel. Der Weg zum Hund ist keine Wissenschaft, es ist ein instinktives und intuitives Gefühl der Naturprinzipien. Versuche , selbstbewusster , gefühlvoller und freier mit deinem Hund umzugehen. Wer ununterbrochen auf seinen Hund einredet, ihm unverständliche körpersprachige Signale sendet oder ihn ständig mit Futter oder Spielzeug besticht, der vermittelt Unsicherheit. Spürt der Hund die Unentschlossenheit seines Menschen, wird er versuchen, das Ungleichgewicht auszupendeln. Wir stehen in der Verantwortung, unseren Hund ohne Druck und Zwang souverän zu führen. Dafür braucht es nur Konsequenz. Viele Menschen glauben, Konsequenz hätte etwas mit Härte zu tun. Nein! Gewalt ist ein Zeichen für Verzweiflung. Hunde brauchen keine verzweifelte Menschen an ihrer Seite. Sie brauchen souveräne Menschen, die sie führen und verstehen, um eindeutige Signale für eine gesunde Beziehung zu setzen. Seien Sie konsequent -sowohl beim Geben als auch bei Nehmen. Regeln aufzustellen , heisst nicht, den Hund permanent zu erziehen. Versuche deinem Hund in seine Welt zu folgen, so wie er es mit dir tut. Sicherlich erfordert das Zusammenleben mit uns Menschen, dass unser Hund vieles lernt, was nicht seinen natürlichen Gewohnheiten und Verhaltensweisen entspricht. Dennoch sollten wir achtgeben, die Anpassungsfähigkeit unseres Vierbeiners nicht ständig zu strapazieren. Wir sollten prüfen, an welchen Stellen wir unser Verhalten und unsere Lebensgestaltung hundegerecht machen können statt an unserem Hund Veränderungen im Verhalten zu erzwingen. Versuche nicht so viel in deinen Hund hineinzustopfen. Die Veränderung sollte in erster Linie bei uns beginnen. Geben sie ihrem Hund die stabile Ausgeglichenheit, die er für eine gute Bindung und Freundschaft braucht.

Es gibt viele Möglichkeiten, unseren Hund zu verwirren – eine davon ist, ihn “ zuzutexten “ .